1.8.: Earth Overshoot Day 2018 – bewusster und nachhaltiger leben

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Heute ist der 1. August und es ist bereits Earth Overshoot Day. Das bedeutet, dass wir in diesem Jahr bereits alle natürlichen Ressourcen, die die Erde in einem Kalenderjahr erneuern kann, verbraucht haben. Ab heute betreiben wir Raubbau an unserer Erde. Rein auf Deutschland bezogen war dieser Tag dieses Jahr sogar schon am 2. Mai. Würden alle Menschen auf der Erde einen derartigen Lebensstil pflegen wie Deutschland, bräuchte es ca. drei Erden, damit sich die entnommenen Ressourcen dauerhaft erneuern könnten.

Auch der ökologische Fußabdruck meiner Familie ist viel zu groß. Wie groß deiner ist, kannst du hier testen.

Gerade erst vor einigen Tagen haben mein Mann und ich darüber gesprochen, dass wir in Zukunft gerne wieder bewusster und nachhaltiger leben bzw. einkaufen möchten. Eine ganze Zeit lang hatte das schon mal deutlich besser funktioniert als jetzt, ist dann aber aus den verschiedensten Gründen wieder in den Hintergrund gerückt. Den heutigen Earth Overshoot Day nehmen wir nun aber zum Anlass, uns wieder auf den Weg zu machen, Dinge in unserem Leben zu ändern, genauer und bewusster hinzuschauen, wieder nachhaltiger zu leben und einzukaufen. Dies soll auch unser Monatsmotto für den August sein. Nicht, weil wir nur einen Monat lang bewusster und nachhaltiger leben wollen, sondern weil wir diesen Monat verstärkt unser Augenmerk darauf legen wollen, in der Hoffnung, dass es uns in den Folgemonaten wieder leichter fällt, die Dinge umzusetzen.

In einigen Bereichen ist unser ökologischer Fußabdruck dabei bereits verhältnismäßig klein, in diesen Bereichen ist es aktuell schwierig für uns, noch mehr zu verbessern:

  • wir leben auf relativ wenig Wohnraum (zu fünft in einer 70 m² großen 3-Zimmer-Wohnung).
  • wir besitzen nur ein Auto, mit dem wir relativ wenig fahren. Mein Mann hat sein Büro mit im Haus und daher keinen Arbeitsweg. Ich fahre aus verschiedenen Gründen überhaupt kein Auto, sondern erledige alles mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Im Alltag nutzen wir daher unser Auto sehr wenig, sondern “nur” für Großeinkäufe, Ausflüge und Urlaube.
  • wir benutzen Dinge wirklich, bis sie kaputt sind und nicht, bis uns etwas anderes besser gefällt. Sei es Kleidung, Möbel oder andere Gebrauchsgegenstände. Der Großteil der Kleidung der Kinder ist second hand, ebenso ein nicht unbedeutender Teil meiner Kleidung und der Möbel.
  • wir verreisen weder mit dem Flugzeug noch mit dem Kreuzfahrtschiff. Ersteres würde ich für die Zukunft nicht komplett ausschließen wollen, allerdings nur für entsprechend lange Strecken. Innerdeutsche Flüge haben in meinen Augen keinerlei Vorteil.
  • ich verwende Menstruationstassen und Stoffbinden statt Tampons und Einwegbinden.

Es gibt aber zwei große Bereiche, in denen wir aktuell großes Verbesserungspotenzial haben. Dies sind die Bereiche Ernährung und Müll/Verpackung/Plastik. Zwar gibt es auch hier ein paar Punkte, die schon ganz gut laufen,

  • wir bauen in unserem Garten eigenes Obst und Gemüse an (mit unterschiedlichem Erfolg; aktuell Apfel, Zwetschge, Quitte, rote Weintrauben, Maulbeere, Holunder, Mandel, Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren, rote, schwarze und weiße Johannisbeeren, rote und grüne Stachelbeeren, Rhabarber, Felsenbirne sowie Tomaten, Erbsen, Salat, Gurke und Möhren)
  • wir kaufen nur deutschen Imkerhonig im Pfandglas
  • die Essensreste, die sich nicht vermeiden lassen, kompostieren wir, anstatt sie in den Müll zu werfen,

aber die meisten Punkte sind (mittlerweile wieder) stark verbesserungsfähig. Wir haben uns daher ein paar Punkte rausgesucht, an denen wir sehr leicht etwas ändern können und die wir daher zuerst umsetzen wollen. Im August wollen wir

  • weniger tierische Produkte konsumieren, dafür wieder Bio-Qualität bzw. regionale Produkte aus dem nahen Umfeld kaufen
  • Milch und Joghurt ausschließlich im Glas statt im Tetrapak bzw. Plastikbecher kaufen
  • Leitungswasser trinken anstatt stilles Wasser aus PET-Flaschen
  • andere Getränke ausschließlich in Glasflaschen oder Mehrweg- statt Einwegpfandflaschen kaufen
  • nach Möglichkeit kein in Plastik verpacktes Obst und Gemüse im Laden kaufen und keine Plastikbeutel zum Abwiegen mehr benutzen
  • keine exotischen Getreidesorten kaufen, die aus aller Welt zu uns geflogen werden
  • weniger exotische Obst- und Gemüsesorten kaufen
  • Eis selbst machen und öfter in die Eisdiele gehen, statt weiterhin so viel einzeln in Plastik eingepacktes Eis im Supermarkt zu kaufen

 

Natürlich gibt es so viel mehr zu tun, aber jeder Weg beginnt mit einem ersten Schritt. Wir wollen uns nicht überfordern, wir wollen dauerhafte Veränderungen schaffen. Jeder Weg besteht aus vielen einzelnen Schritten. Einige dieser Punkte haben wir früher bereits erfolgreich umsetzen können und ich ärgere mich und es macht mich traurig, dass wir es nicht geschafft haben, sie dauerhaft umzusetzen, aber ich versuche gnädig mit mir zu sein. Manches im Leben gelingt einem gut und anderes nicht, aus den verschiedensten Gründen.

 

Die Idee der Monatsmottos stammt übrigens von Sonja.

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