Ein ganz besonderer Hochzeitstag

Gestern, am 27.07., hatten mein Mann und ich unseren 8. Hochzeitstag. Eigentlich machen wir an diesem Tag immer etwas alleine zu zweit, aber da gestern auch die besonders seltene totale Mondfinsternis war, entschieden wir uns, es dieses Jahr anders zu machen. Dieses besondere Naturschauspiel wollten wir unseren Kindern (zumindest den älteren) einfach nicht vorenthalten. Und so brachten wir die zwei Kleinen ins Bett, warteten auf die Oma und machten uns dann zu viert (der Mann, seine große Tochter, Klein-My und ich) auf den Weg, um einen Platz zu suchen, von dem aus man die Mondfinsternis gut beobachten kann. Leider war das gar nicht so einfach wie gedacht. Von dem Platz, den wir uns ursprünglich ausgesucht hatten, sah man nämlich genau gar nichts. Auch dann nicht, als auf diversen Social-Media-Kanälen bereits erste Fotos gepostet wurden. Wir waren verwirrt und entschlossen uns, weiterzufahren, um einen besseren Platz zu finden, denn wir wollten unbedingt den Blutmond sehen! Schließlich entdeckten wir ihn während des Fahrens plötzlich oben am Himmel, nur ganz schwach und kaum wahrnehmbar, man musste genau hinsehen. Wir parkten unser Auto in einem Feldweg, stiegen aus und bestaunten den orangefarbenen Mond, der mit der Zeit immer deutlicher zu sehen war, und schräg darunter den Mars.

Es war eine ganz besondere Atmosphäre, wie wir in dieser heißen Sommernacht zusammen den Himmel betrachteten und uns des Anblicks erfreuten.

Mein Mann und ich erinnerten uns an den Anfang unserer Beziehung zurück. Da die Sterne damals eine zentrale Rolle spielten und es eine wolkenlose Nacht war, ließen wir es uns natürlich nicht nehmen, auch nach den Sternen zu gucken. Wir entdeckten unter anderem den großen Wagen und Kassiopeia und schwelgten gemeinsam in Erinnerungen.

Ein paar romantisch-kitschige Fotos durften daher auch nicht fehlen.

Auch als der Blutmond bereits vorbei war und die hell strahlende Sichel wieder größer wurde, konnten wir unseren Blick einfach nicht vom Mond lassen. Zu faszinierend war dieses Schauspiel einfach.

Klein-My war so froh, dass sie mitkommen durfte und genoss den nächtlichen Ausflug mit uns so sehr. Sie hatte ihre Kamera eingepackt und freute sich über jedes Foto, das sie vom Mond schoss, was aufgrund der Dunkelheit für sie gar nicht so einfach war. Und mich erfüllt es jedes Mal mit Glück, wenn ich meinen Kindern zeigen kann, wie wunderschön unsere Welt ist und sie diese Schönheit ebenfalls erkennen.

Um Mitternacht hielten wir dann noch nach der ISS Ausschau, die ca. alle 90 Minuten von Westen nach Osten fliegend zu sehen ist. Nach etwas Warten und Suchen entdeckten wir auch sie schließlich, wie sie sich im Westen über dem Horizont erhob und sich über den Himmel bewegte. Da wir regelmäßige Sendung-mit-der-Maus-Gucker sind, hatten wir natürlich auch Alexander Gersts Flug zur ISS verfolgt, sodass auch Klein-My etwas damit anfangen konnte und sich freute, die Raumstation am Himmel zu sehen.

Und erst als die Mondfinsternis vorbei war und der Vollmond wieder in seiner üblichen Pracht erstrahlte, machten wir uns auf den Heimweg, wo wir dann glücklich und zufrieden in unsere Betten fielen.

Es war ein wunderschöner Hochzeitstag, an den wir uns sicher noch lange erinnern werden.

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