Ausflugsziel: Nackte Mühle in Osnabrück

Bereits am diesjährigen Mühlentag, der jährlich am Pfingstmontag stattfindet, haben wir die Nackte Mühle in Osnabrück kennengelernt. Von allen Mühlen in unserer Umgebung, die bei diesem Aktionstag mitmachen, schien sie uns das ansprechendste und kinderfreundlichste Angebot zu haben. Als wir an der angegebenen Adresse ankamen und einen Parkplatz suchten, waren wir zunächst reichlich irritiert um nicht zu sagen enttäuscht, denn wir waren noch im Stadtgebiet und hatten uns die Mühle eigentlich eher ziemlich ländlich vorgestellt, denn wie ich im Vorfeld gelesen hatte, bekam die Nackte Mühle ihren Namen, weil sie in nackter Landschaft erbaut wurde. Nicht bedacht hatten wir, dass das schon viele Jahre her ist und so liegt die Mühle heute direkt am Osnabrücker Stadtrand. Als wir uns zu Fuß der Mühle näherten wurden wir aber absolut überrascht und zwar definitiv zum Positiven. Es war, als wären wir durch ein Tor in eine andere Welt gegangen, die Stadt schien auf einmal so weit weg.

Auch das Mühlenfest enttäuschte uns nicht. Es gab verschiedenste Angebote für Groß und Klein, so z.B. Vorträge und Vorführungen in der Sägemühle, Kistenstapeln, eine Strohburg zum Rumtoben, regionale Imker mit ihren Bienen und Honig, Flaschenraketen, sägen und hämmern für die Kinder, etc. Auch das leibliche Wohl kam alles andere als zu kurz. So gab es Bio-Bratwürste von Schwein, Rind, Geflügel, Lamm oder auch vegan, superleckeres afrikanisches Essen sowie verschiedene Kuchen und Getränke und einen Eiswagen. Es war einfach nur lecker und gut und wir hatten alle so viel Spaß!

Leider konnten wir aber an diesem Tag aus verschiedenen Gründen kaum Fotos machen (die einzigen, zwei von mir und eines von dem leckeren afrikanischen Essen, findet ihr bei Instagram), sodass dieser Beitrag leider erstmal in den Entwürfen vor sich hin vegetierte, denn bei der Nackten Mühle ist es so schön, dass ich einen Beitrag darüber auf keinen Fall ohne Fotos online stellen wollte. Am Wochenende waren wir nun noch einmal dort und konnten endlich viele Fotos von der wunderschönen Gegend machen. Zwar war dieses Mal natürlich kein Fest, aber das braucht es auch gar nicht unbedingt, um sich dort wohlzufühlen und Spaß zu haben.  Es lohnt sich aber, einen Blick in den Veranstaltungskalender zu werfen, denn rund ums Jahr werden viele interessante Veranstaltungen angeboten.

Hier nun die Fotos:

Wie ihr auf dem letzten Foto gut sehen könnt, liegt auf der anderen Seite des Mühlengeländes ein Waldgebiet. Am Mühlentag verließen wir das Fest in diese Richtung und auch dieser Wald überraschte uns und ließ uns staunen, denn er ist ebenfalls wunderschön und das absolute Paradies für Kinder. Die Nette, das Flüsschen das auch die Nackte Mühle antreibt, fließt durch diesen Wald und ist an einigen Stellen so flach, dass Kinder dort super spielen können. Es gibt knorrige alte Bäume mit riesigen oberirdischen Wurzeln und große Lichtungen, wo man Kinder wirklich bedenkenlos spielen lassen kann. Dabei sind alle Wege problemlos mit Kinderwagen oder Buggy befahrbar. Aber auch für „Große“ hat der Wald einiges zu bieten, so liegen in diesem Gebiet z.B. zwei Geocaches versteckt, nämlich GC39VXF und GC43JHY und auch Wanderfreunde kommen hier auf ihre Kosten, denn durch dieses Waldstück verlaufen sowohl der Jakobsweg als auch der Hünenweg.

Am Kloster Nette verließen wir den Wald und liefen vorbei an Feldern und Höfen zurück zur Siedlung, wo wir unser Auto geparkt hatten. Willkommen zurück in der Stadt. Dieser Kontrast ist für mich wirklich absolut faszinierend. Auf der einen Seite Wohnblöcke, Studentenwohnheime und ein bis 24 Uhr geöffneter Supermarkt, auf der anderen Seite ein Naherholungsgebiet mit Wald und Feldern. Wo hat man sowas schon? Wir sind so sehr angetan von diesem wunderschönen Fleckchen Erde, dass wir sicher noch oft wiederkommen werden. Das nächste Mal wollen wir gerne das Nettetal auf der anderen Seite des Klosters weiter erkunden, dort gibt es einen Forellenhof, noch eine Mühle, einen Kletterwald, einen Minigolfplatz, eine Burgruine und Hünengräber – also viel zu entdecken für uns!

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