Unser Wochenende 6./7. Mai 2017

Mein Mann fährt am Samstag schon früh weg um seine bestellten Terrarien abzuholen. Die Kinder sind gnädig mit mir und spielen nach dem Aufwachen leise im Zimmer der Großen, sodass ich bis 9(!) Uhr liegen bleiben kann. Erst dann meldet sich bei uns allen der Hunger.

Nach dem Frühstück wollen wir backen. Wir essen am Wochenende gerne Kuchen, meist kaufen wir welchen, aber eigentlich fände ich es viel schöner, wenn wir wieder jeden Freitag oder Samstag selbst backen. Das hat eine kurze Weile schonmal gut geklappt, dann schlief es wieder ein. Vielleicht wird es ja diesmal von Dauer sein. Da ich kein wirkliches Backtalent bin und zudem nicht viele Zutaten vorrätig habe, entscheide ich mich für das Rührkuchen-Rezept von Lea Linster. Dieser Rührkuchen soll „der einfachste und beste weit und breit“ sein. Direkt nach dem Backen sieht er schonmal nicht danach aus. Er ist mickrig flach und quasi gar nicht hochgegangen. Ob das an meinen nicht vorhandenen Backkünsten liegt, am fehlenden Backpulver (angeblich kommt das Rezept ohne aus) oder es einfach zu wenig Teig für die Form war – ich weiß es nicht.

Anschließend spielen die Kinder, während ich das Mittagessen zubereite. In der Zeit kommt der Papa wieder mit seinen 3 Terrarien, in die demnächst seine Stabschrecken einziehen sollen.

Und gekauftem Apfelkuchen. Die Kinder jubeln – darüber, dass er wieder da ist und dass er Kuchen mitgebracht hat. So ganz überzeugt von unserem selbstgebackenen Rührkuchen sind wohl auch sie nicht.

Nach dem Mittagessen geht der Mann mit den Kindern raus in den Garten, während ich versuche meinen Blog zu reparieren. Am Freitag hatte ich spontan die Idee, meine WordPress-Software doch mal zu updaten, nachdem ich immer noch mit einer 3.8er Version von 2014 arbeitete. Es kam, wie es kommen musste, es funktionierte nicht so wie erhofft. Zum Glück bekomme ich es irgendwie wieder repariert. Jeder Profi-Programmierer wird ob der Art und Weise zwar vermutlich abwechselnd die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und sich vor Lachen den Bauch halten, aber für mich zählt nur: Es funktioniert alles wieder!

Auch der Mann war erfolgreich.

Zum Kaffee kosten wir dann unseren selbstgebackenen Rührkuchen – er schmeckt wider Erwarten sehr sehr lecker!

Die Kinder wollen nach dem Kaffee gleich wieder raus und das schöne Wetter genießen.

Meine Tante bringt uns am frühen Abend noch unsere Tomatenpflanzen vorbei. Jedes Jahr säht sie viele verschiedene Sorten aus und versorgt uns dann mit jungen Pflanzen. Dieses Jahr haben wir die Sorten Bulgarische Ochsenherz, Cherrola, Goldene Königin, Hamburger Platte, Limoncito, Pflaumentomate, Vitella, Wildtomate Red Currant und zwei, bei denen das Schildchen abhanden gekommen ist. Mal abwarten, was für Tomaten dort wachsen.

Der Tag endet mit aufräumen und Wäsche machen und einer Diskussion zwischen dem Mann und mir, wie wir an Wochenenden besser an einem Strang ziehen und uns besser strukturieren können. Irgendwie endet es bei uns leider doch oft im Chaos, unsere Prioritäten sind unterschiedlich und auch die Vorstellungen darüber, wie ein gutes Wochenende aussieht. Da müssen wir beide an uns arbeiten und mehr und deutlicher miteinander kommunizieren.

Am Sonntag habe ich kinderfrei. Ich fahre mit dem Fahrrad zum 5 km entfernten Bahnhof und von dort mit dem Zug nach Bremen, um mich mit ein paar Frauen zu treffen, die ich in einem Forum kennengelernt habe. Wir treffen uns zum Mittagessen im La Rucola und nach langem Überlegen entscheide ich mich für Hähnchenbrust in Mango-Chili-Sauce mit Kartoffelecken und Salat. Es ist lecker, aber nicht sooooo lecker. Vielleicht hätte ich doch lieber die Pasta genommen oder den Röstitaler mit Lachs und Meerrettich. Nach dem Essen schlendern wir noch etwas durch den Bürgerpark, bestaunen kleine Zicklein und essen ein Eis. Ganz zum Schluss sehen wir noch zwei Rehe mitten im Bürgerpark grasen <3 Es ist ein schönes Treffen und ich bin dankbar für diese Kontakte.

Der Mann schickt mir immer wieder Fotos von den Kindern. Sie sind auf einem Familienfest und scheinen viel Spaß zu haben. Die Jüngste schließt Bekanntschaft mit einem Maikäfer <3 Überhaupt fesseln sie Insekten zur Zeit sehr.

Da heute verkaufsoffener Sonntag im Weserpark ist, fahre ich nach dem Treffen noch dorthin. Ich brauche dringend neue Kleidung. Bei Tom Tailor werde ich dann auch fündig: Eine Bluse, ein T-Shirt, ein Kleid und eine Hose landen in meiner Einkaufstasche und mein persönlicher Frühlings- und Sommertrend 2017 dürfte damit wohl feststehen. Dann gehe ich lieber schnell wieder zur Straßenbahn, bevor ich noch mehr finde. Ich habe genug Geld für heute ausgegeben.

Wieder zurück am Hauptbahnhof kaufe ich mir dann doch noch schnell etwas zu essen und zu trinken. In der Straßenbahn war es so stickig und schweißtreibend, ich habe riesigen Durst. Die Rückfahrt mit dem Zug verbringe ich abwechselnd lesend und aus dem Fenster schauend. Ich sehe noch ein Reh und freue mich darüber. Obwohl ich diese Tiere schon zigmal in meinem Leben gesehen habe, ist doch jedes einzelne in der freien Natur für mich immer wieder etwas Besonderes. Der Zug fährt vorbei an einem Rapsfeld, in dessen Mitte ein großer alter Baum steht. Es ist ein schönes Bild. Mit dem Fahrrad fahre ich die 5 km zurück nach Hause. „Unsere“ Störche begrüßen mich am Ortseingang. Ich komme erschöpft vom Tag, aber glücklich ob der vielen schönen Momente zu Hause an, wo die Große sogleich verlangt, dass ich sie ins Bett bringe. Die zwei Kleinen schlafen schon. Es ist schön, wieder zu Hause zu sein. <3

Mehr Wochenenden in Bildern gibt es bei Susanne.

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